Was tun Sie, um bei einer Epidemie gefährdete Menschen zu schützen?

Was tun Sie, um beim Ausbruch einer Krankheitswelle – wie etwa dem Coronavirus – besonders gefährdete Menschen zu schützen? Das Magazin chrismon wollte es mit einer Umfrage herausfinden. Hier sind die Ergebnisse- Dass die Lage in der Coronakrise dynamisch ist, erkennt man an der chrismon-Umfrage mit dem Wortlaut: “Was tun Sie, um beim Ausbruch einer Krankheitswelle – wie etwa dem Coronavirus – besonders gefährdete Menschen zu schützen?” Als die Umfrage in Auftrag gegeben wurde, wurde noch nach Kino und Konzerten gefragt – das ist seit Tagen nicht mehr möglich. Längst wird über Ausgangssperren geredet. Aber sind sie auch nötig? Wenn die 1015 Teilnehmer der repräsentativen Umfrage ehrlich geantwortet haben, wären sie wohl verzichtbar. Neun von zehn Befragte geben an, Menschenansammlungen zu meiden. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung wären aber auch das Millionen, die sich eben nicht an das Gebot der Stunde halten: die soziale Distanz. Interessant wie gleichermaßen ärgerlich: Männer nehmen weniger Rücksicht. 88 Prozent sagen, sie meiden Gruppen – unter den Frauen sind es 95 Prozent. Hygiene ist der großen Mehrheit heilig; 90 Prozent waschen sich regelmäßig und gründlich die Hände und husten in die Armbeuge. Viele verzichten auch auf den Besuch bei Älteren und Vorerkrankten: 79 Prozent sagen, dass sie die Großmutter oder den kranken Onkel aus Rücksicht lieber vorerst nicht persönlich aufsuchen. Heikel: Obwohl sie Krankheitsanzeichen verspüren, würde ein Drittel der Befragten noch unter Leute gehen, etwa zur Arbeit. Auch hier fallen die Männer negativ auf. 56 Prozent sagen: “Ich bleibe beim leichtesten Krankheitsgefühl zu Hause.” Unter den Frauen sind es 71 Prozent. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist bereit, Schwächeren mit Botengängen und Einkäufen zu helfen. Die Solidarität scheint im Osten besonders groß zu sein. Hier sagen 62 Prozent: Jawohl, ich helfe! Im Westen sind es 55 Prozent. Der Befragungszeitraum der Umfrage war Mittwoch, 18. und Donnerstag, 19. März 2020.
Was tun Sie, um bei einer Epidemie gefährdete Menschen zu schützen?