Renovierung
der Felsenkirche im Jahr 2000

Die Felsenkirche ist offensichtlich renovierungsbedürftig -
das sieht jeder, der einen Blick vom Tal auf das Wahrzeichen Idar-Obersteins wirft. Die
Farbe bröckelt ab, es gibt undichte Stellen im Dach, die Innenwände sind z.T. schmutzig,
das Altarbild muss vor Feuchtigkeit mehr geschützt werden.

Der Abbau der Orgel
Ein Anfang ist bereits gemacht: Die alte Orgel ist abgebaut,
eine neue wird in Odernheim in der Orgelwerkstatt Müller gebaut. In einem Jahr soll sie
eingebaut und gespielt werden.
Bis dahin muss die Gemeinde sich mit einem Provisorium
behelfen, Trauungen und Gottesdienste werden bis Anfang Oktober und dann hoffentlich
wieder an Heilig Abend gefeiert werden können.
Die Fa. Nisius aus Nahbollenbach hat den Stein ins Rollen
gebracht. Bereits im vorigen Jahr hat sie der Kirchengemeinde angeboten, die Außenfassade
kostenlos zu streichen. Und so wird sie uns in diesem Jahr auf diese Weise eine
außergewöhnliche und außerordentlich wertvolle Spende zukommen lassen.
Flankierende Maßnahmen wurden ins Auge gefasst: Wenn schon
einmal ein Gerüst steht, dann sollten auch das Dach überprüft und beschädigte Fenster
ausgebessert werden. Und wenn schon einmal ein Gerüst mit den entsprechenden
Arbeitsgeräten aus der Felsenkirchstraße heruntertransportiert ist, dann sollte auch der
Innenbereich gestrichen werden.
Und wenn schon der Innenbereich ein schöneres Aussehen
erhält, dann sollte auch an einer vernünftigen Beleuchtung nicht gespart werden und an
einer passenden Theke für den Küster im Eingangsbereich und an der Sanierung des
ehemaligen Eingangs (dort bröckelt der Putz) und an der Reinigung der Bänke und
Holzvegitterungen ... und ... und.
Architekt Alwin Bertram aus Kirn, spezialisiert auf die
Renovierung alter Kirchen und Pfarrhäuser, wurde beauftragt. Er hat ein schlüssiges
Gesamtkonzept entwickelt und seine Pläne dem Presbyterium vorgelegt und erläutert. Seine
Darlegungen wirkten so überzeugend, dass das Presbyterium der Renovierung im Gesamten
einstimmig zustimmte.
Die Kosten der Renovierung
Stolze 650.000,- DM. Die Hälfte des Geldes ist aufgebracht
durch Spenden (Fa. Nisius), Kirchensteuermittel bzw. Eintrittsgelder sowie Zuschüsse des
Kirchenkreises.

Die Felsenkirche am 03. September 2000
Weitere Anträge und Bitten um Beteiligung an der
Finanzierung bei Denkmalamt und Stadt, bei Sparkassen und Firmen sind bzw. werden
gestellt. Auch auf Spenden von seiten der Bevölkerung muss gehofft werden.
Einladend soll die Felsenkirche in der zweiten Hälfte des
Jahres Besucher aus der Region wie aus fernen Gegenden zur Besichtigung wie zum
Gottesdienst die 170 Stufen vom Marktplatz zur Kirche herauflocken.

Zum Transport der Arbeitsgeräte muss wegen des schmalen
Fußwegs ein kleiner Traktor eingesetzt werden.
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